Image by Belinda Fewings

DENK- UND FÜHL-IMPULSE AUS DER REIHE
"IST DAS NICHT ERSTAUNLICH?"

Entscheidung_edited.jpg

Viele tun sich mit Entscheidungen schwer. Denn eine Entscheidung FÜR etwas, bedeutet auch immer, etwas anderes abzuwählen. Das liegt in der Natur der Entscheidung.

Entscheidungen fallen dann besonders schwer, wenn alle Optionen interessant, aber nicht gleichzeitig zu haben oder zu machen sind. Dann gilt es herauszufinden, welche Wahlmöglichkeit doch einen Vorteil mehr hat oder unserer Vorstellung noch um ein µ besser entspricht.

Entscheiden heisst immer auch, Verantwortung zu übernehmen. Auch das ist nicht für alle gleichermassen einfach und deshalb werden Entscheidungen manchmal unnötig hinausgezögert oder am Ende gar nicht getroffen. Es sieht dann so aus, als ob es besser sei, sich ein Hintertürchen offen zu halten.

Doch nur wer entscheidet, bekommt Gelegenheit, Möglichkeit und Chance. Alles andere bedeutet Stillstand. Und Stillstand in einer Situation, die nach einer Entscheidung ruft, ist Rückschritt. Oder anders ausgedrückt: Am Ende wartet ein Leben auf dem Flur.

Es ist ein universelles Gesetz: Entweder wir entscheiden oder das Leben entscheidet für uns. Aber entschieden wird immer. Oder ich nenne es gerne auch: «Wir werden entschieden». Wir können den Grad an Mitbestimmung also wesentlich beeinflussen, wenn wir willens sind, uns festzulegen und nicht länger auszuweichen. Deshalb ist jede Entscheidung immer gleichbedeutend mit FREIHEIT! Zum Preis der Verantwortung, doch das lohnt sich allemal, weil im Gefängnis des gedanklichen «Soll-ich-oder-soll-ich-nicht?» sitzt es sich auf Dauer ungemütlich.

 

Mitten im Entscheidungsprozess, wenn alle Pro & Contra-Listen nicht weiterhelfen, wenn der Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sichtbar ist, funktionieren gezielte Klärungsfragen von aussen schneller und besser, als noch länger auf dem Gedankenkarussell im Kreis zu drehen.

 

Genau dafür stehe ich Ihnen unterstützend zur Seite, damit sie die Chancen erkennen, die Risiken bewusst abwägen und dann klug und beherzt entscheiden können. Der Beginn eines neuen Jahres ist die beste Zeit, um längst fällige Entscheidungen zu treffen und mit frischer Energie und in der vollen Kraft voranzugehen. Entscheiden hat auch immer damit zu tun, für sich selbst einzustehen. Das ist ein Akt der Selbstfürsorge und die beste Nahrung für ein stabiles Selbstwertgefühl. Entscheiden heisst frei sein.

Bildschirmfoto 2021-12-30 um 14.53.27.png

Viele tun sich mit Entscheidungen schwer. Denn eine Entscheidung FÜR etwas, bedeutet auch immer, etwas anderes abzuwählen. Das liegt in der Natur der Entscheidung.

Entscheidungen fallen dann besonders schwer, wenn alle Optionen interessant, aber nicht gleichzeitig zu haben oder zu machen sind. Dann gilt es herauszufinden, welche Wahlmöglichkeit doch einen Vorteil mehr hat oder unserer Vorstellung noch um ein µ besser entspricht.

Entscheiden heisst immer auch, Verantwortung zu übernehmen. Auch das ist nicht für alle gleichermassen einfach und deshalb werden Entscheidungen manchmal unnötig hinausgezögert oder am Ende gar nicht getroffen. Es sieht dann so aus, als ob es besser sei, sich ein Hintertürchen offen zu halten.

Doch wir Menschen sind naturgemäss so genial eingerichtet, dass wir kleine bis ganz grosse Verluste betrauern und verarbeiten können. Es fehlt oft nur das Wissen über das „Wie?“ Besonders deutlich wird das, wenn wir die Erleichterung und Entspannung spüren, nachdem wir den Verlust erfasst, benannt und vielleicht auch heilende Tränen darüber vergossen haben.

Verlustverarbeitung braucht Mut und tut zuerst immer etwas weh. Doch die vermeintliche Vermeidung ist um ein Vielfaches belastender und schmerzvoller. Und letztlich kommen wir ja doch nicht daran vorbei, wenn wir frei sein wollen.

 

Wer zum Start des kommenden Jahres also Platz schaffen will für Neues und sich befreien möchte von emotionalen „Altlasten“, dem bin ich gerne in einer Coaching-Sitzung behilflich, das alles wirkungsvoll und nachhaltig zu erledigen. Das wirkt Wunder, schenkt innere Freiheit und trägt zur Seelenhygiene und zur Stärkung des Selbstwertgefühls bei. Wer Verluste fortlaufend verarbeitet, bleibt stets in seiner vollen Kraft und übt sich in der Meisterschaft des guten Lebens.

 

Nicht die Zeit heilt alle Wunden, sondern das, was wir in der Zeit dafür tun, damit sie heilen können. ❤️‍🩹

Zwischen den Jahren… ⏳

 

Das ist die Zeit für Reflexion und Besinnung, für Ruhe und Rückschau. Und um das alte Jahr in Würde zu verabschieden, um kraftvoll, frei und unbelastet ins neue zu gehen…✨

Das braucht neben Dankbarkeit für das Gute auch die aktive und bewusste Verarbeitung dessen, was uns verletzt, enttäuscht und wütend gemacht hat. Diese Gefühle verschwinden nicht von selbst. Wir müssen uns um sie kümmern.

Der Spruch „Die Zeit heilt alle Wunden“, ist meist gut gemeint und dennoch nicht wahr. Denn die Zeit allein heilt nichts, schon gar nicht alle Wunden.

Solange keine emotionale Verarbeitung des Erlebten erfolgt, bleibt der Schmerz einfach tief in uns drin hocken, raubt uns Energie, saugt uns aus und macht auf Dauer krank. Unverarbeitete Verluste äussern sich in Reizbarkeit, Unruhe, Aggressivität, Schlaflosigkeit, Müdigkeit und Burnout bis hin zu Depression.

Es gibt Menschen, die tun uns einfach gut. Manchmal allein deshalb, weil sie wild entschlossen und bereit sind, anderen Menschen gut zu tun. Ohne Bedingung und ohne Erwartung.

Manchmal können wir gar nicht genau sagen, womit und wodurch uns diese Menschen gut tun, aber wir spüren tief in uns drin, dass es so ist. Meistens wissen wir aber schon, auf welche Weise uns Menschen gut tun und das gilt auch umgekehrt. So können wir anderen gut tun:

          -  Zuspruch durch Komplimente
          - Ermunterung durch Vertrauen
          - Wertschätzung durch Zuwendung
          - Freude durch Aufmerksamkeit
          - Ehrlichkeit durch Feedback
          - Respekt durch Liebe

          - Inspiration durch Offenheit
          - Motivation durch Grossdenken
          - Interesse durch Zuhören
          - Lachen durch Humor
          - Hingabe durch Bereitschaft
          - Freiheit durch Loslassen
          - Beziehung durch Bedeutung
          - Substanz durch Qualität
          - Wirkung durch Impuls
          - Gewinn durch Engagement
          - Bindung durch Beteiligung
          - Wachstum durch Anteilnahme
          - Verständnis durch Empathie

Das hier ist meine Einladung, anderen Menschen, die uns gut tun und wichtig sind, das öfter auch mal zu zeigen, es auszudrücken und es durch Gesten, Worte und Aufmerksamkeiten wertzuschätzen. Ihnen einfach mal zu sagen, wie wertvoll sie sind und wie sehr sie unser Leben bereichern. Jeden Tag gibt es tausend Gelegenheiten, anderen Menschen gut zu tun. Ergreifen wir sie gemeinsam. Alle gewinnen dabei! 

Ich mag Menschen_edited.jpg

 

Wenn es darum geht, Äpfel mit Birnen zu vergleichen, leuchtet es den meisten ein, es nicht zu tun, weil das zwei verschiedene Dinge sind.

 

Beim Vergleich von uns selbst mit anderen, ist diese Logik plötzlich nicht mehr so präsent und auch die Einsicht schwindet, dass Vergleiche nicht nur nicht nützlich sind, sondern sogar schaden. Sie ignorieren die glanzvolle Tatsache, dass jeder Mensch einzigartig ist und seine ganz besonderen Fähigkeiten, Eigenschaften und Talente hat.

 

Das ständige Vergleichen mit anderen hat exakt null Vorteile. Es bringt negative Gefühle wie Neid und Eifersucht hervor und verführt zu Wetteifer und Konkurrenzdenken, was viel Energie bindet, die wertlos verpufft.

 

Es wirkt lähmend und selbstbeschränkend und limitiert die eigenen Möglichkeiten. Und es dämpft den Mut, das Beste aus sich hervorzubringen, ungeachtet dessen, was andere tun und wie sie über uns denken.

 

Das hier ist meine Einladung, das Augenmerk auf das Verbindende und sich gegenseitig Verstärkende zu richten, statt auf die Unterschiede zwischen uns Menschen, weil damit so viel mehr möglich wird.

 

Wenn wir alle am gleichen Strang ziehen und das auch noch in dieselbe Richtung, können wir - jeder für sich und alle zusammen -

Grossartiges schaffen.

be yourself.jpeg

 

Genau dabei bin ich meinen Klienten und Klientinnen so gern behilflich, weil daraus immer wieder die schönsten Geschichten entstehen und die grossartigsten Erfolge erwachsen.

 

 

 

Der Mensch denkt grundsätzlich in Schwarz-Weiss-Kategorien. Wir leben in einer Zeit, in der das Drama und die Neigung zu Extremen Hochkonjunktur haben und es zur Gewohnheit geworden ist, Themen-Kinder mit dem Bad auszuschütten.

 

Begriffe wie Agile Leadership, Holokratie (altgriech. ὁλός, holos - dt. ‚vollständig, ganz‘ und κρατία, kratía - dt. ‚-kratie, Herrschaft) und New Work sind in aller Munde, was nicht bedeutet, dass Klarheit darüber herrscht, was damit gemeint ist.

Unterschieden wird scheinbar nur noch zwischen «alter» und «neuer» Führung, was dazu verleitet, die herkömmliche hierarchische Führung mit «Diktatur» gleichzusetzen, was genauso wenig hilfreich ist, wie die selbstorganisierende Führung mit «Anarchie» gleichzustellen.

 

Es ist der goldene Mittelweg, den wir werden gehen müssen, wenn wir zeitgemässe, menschliche und zukunftsfähige Führung praktizieren wollen, die den Menschen von heute und morgen entspricht. So wird es auch nicht helfen, alles was mit hierarchischer Führung zu tun hat, rigoros über Bord zu werfen, um der holokratischen und selbstorganisierenden Führung Platz zu machen.

 

Denn es geht hier nicht nur um einen Paradigmenwechsel (Wechsel von einer wissenschaftlichen Grundauffassung zu einer anderen), sondern auch um den dazugehörigen gesellschaftlichen Kulturwandel. Und solche haben noch nie in Sprüngen stattgefunden, sondern immer als Prozesse, weil der Mensch Zeit braucht, um sich der Veränderung zu öffnen und um die Bereitschaft zu entwickeln, sich sinnvoll einzubringen.  

 

Ich mache in meiner Beratungs- und Coaching-Arbeit immer wieder die Erfahrung, dass Bosse (von denen es halt noch immer sehr viele gibt) von ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen eigenverantwortliches und selbstorganisierendes Denken und Handeln erwarten, gleichzeitig aber nicht loslassen wollen von ihrer gewohnten Command & Control-Haltung. Umgekehrt erlebe ich, dass MitarbeiterInnen lautstark nach mehr Freiheit rufen, nicht aber bereit sind, die dazugehörige Verantwortung zu übernehmen, denn die beiden gibt es nur im Doppelpack. Es ist menschlich, so zu denken, zu fühlen und zu handeln, aber eben nicht nützlich.

 

Mich interessiert, was funktioniert. Daher möchte ich alle einladen, zu akzeptieren, dass Veränderungen dieser Grössenordnung nicht über Nacht geschehen. Und ich wünsche uns allen, dass wir uns die nötige Zeit geben und uns das unterstützende Verständnis und das gegenseitige Vertrauen schenken, die es braucht, um diese riesige Herausforderung, vor der wir in der Arbeitswelt stehen, positiv zu bewältigen.

 

Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. Um in Flow zu kommen, müssen wir loslassen von der Vorstellung, dass wir Führungskulturen austauschen können, wie ein Paar abgetragene Schuhe durch ein neues, und dass Menschen sich beliebig vor jeden neuen Karren spannen lassen, auch wenn er frisch gestrichen ist.

Holokratie_edited.jpg
Leadership .jpeg

Mich berührt immer wieder tief...

…wenn ich Menschen mit meiner Arbeit dazu bringen kann, selbstbewusst, gestärkt und zuversichtlich davon auszugehen, dass sie noch zu so viel mehr imstande sind, als sie ahnen.

 

Die Fähigkeiten und der Mut, das zu tun, was sie am liebsten tun wollen, sind in jedem und in jeder von ihnen schon da, sonst kämen sie gar nicht auf die Idee, sich ein Ziel zu setzen oder eine Veränderung herbeiführen zu wollen.

 

Was es hingegen manchmal noch braucht, damit das Pulver zum Knallen kommt, ist der sorgsam geklärte Entschluss, dem ein ehrliches Abwägen von Für und Wider - kurz gesagt dem „Preis“ - vorausgeht.

 

Wissen, Entscheidungen und Informationen sind für Unternehmen von grosser Bedeutung. Trotzdem kommt es immer noch vor, dass unterschiedliche Abteilungen isoliert voneinander arbeiten.

Der Informationsfluss ist gestört, weil wichtige Informationen die Abteilungsgrenzen nicht überwinden. Es werden tendenziell schlechtere Entscheidungen getroffen, weil für die Entscheidungsfindung nicht alle vorhandenen Informationen zur Verfügung stehen.

«Silodenken» beschreibt diese Mentalität, die in Unternehmen herrschen kann. Dabei fokussiert sich jede Abteilung nur auf das eigene Planen und Tun – andere Bereiche werden dabei oft als irrelevant oder inkompetent abgetan. Silodenken ist das Gegenteil einer kollaborativen Zusammenarbeit im ganzen Unternehmen.

Das Bereichsdenken hemmt durch die Abschottung die gemeinschaftliche Suche nach den besten Lösungen für das gesamte Unternehmen. Die Kommunikation, das Arbeitsklima, die Motivation und der Teamspirit leiden unter dieser Form des Arbeitens, wenn eine Abteilung nichts oder so wenig wie möglich mit einer anderen zu tun haben will.

 

Deshalb empfehle ich meinen Firmenkunden, die nützliche Jobrotation einzuführen, was heisst: Das Unternehmen und seine verschiedenen Funktionen aus einer anderen Perspektive sehen. Denn nicht immer sind es Konflikte, die mangelndes Verständnis für das Arbeiten in anderen Abteilungen auslösen. Oft ist es auch schlicht Unwissen über die Anforderungen an die Tätigkeiten der Kollegen und Kolleginnen.

 

Dabei wechseln Kollegen und Kolleginnen in neue Teams aus anderen Abteilungen. Sie besetzen unterschiedliche Positionen und übernehmen eine Zeit lang verschiedenste Aufgaben. Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für Herausforderungen und Möglichkeiten in verschiedenen Arbeitsbereichen zu erlangen. Ob der Rollentausch nur einen Tag, eine Woche oder gar einen Monat dauert, ist dabei immer von der Unternehmensstruktur abhängig.

 

Ein Versuch ist es allemal wert. Meine Erfahrung zeigt, dass es für alle ein Gewinn ist, denn interdisziplinäre Teams arbeiten effektiver und kreativer. Und die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit erleichtert wichtige Innovationen.  Und es bringt Menschen zusammen, schafft Verbindung und das Gefühl von Eingebundensein in eine ganze Unternehmens-Gemeinschaft statt nur in das eigene Team.

Silodenken.jpeg

Immer wieder entschuldigen sich Menschen, wenn ihnen in einer emotionalen Situation die Tränen kommen, wenn sie von ihren Gefühlen überflutet werden oder traurig und bedrückt sind. Oder wenn sie für sich selbst einstehen wollen, indem sie ihre Meinung sagen, ihre Bedürfnisse kundtun und auf ihr eigenes Wohl schauen wollen.

 

Gleichzeitig fällt vielen schwer, sich aufrichtig und ehrlich zu entschuldigen, wenn sie faktisch einen Fehler gemacht oder jemanden offensichtlich verletzt oder enttäuscht haben. Eine Entschuldigung im passenden Kontext kann Wunden heilen und eine Beziehung wieder ins Lot bringen. Doch so oft kommt sie da, wo es keine braucht, während sie dort schmerzlich vermisst wird, wo sie angebracht wäre.

Woher kommt diese Verdrehung des Empfindens und Ausdrucks von Entschuldigung? Es hat mit Erziehung, Prägung und Gewohnheit zu tun, ist jedoch auch eine Frage der Haltung und des Selbstwertgefühls. Und es ist eine Sache des Verhältnisses: Allerorts hingehauchte Entschuldigungen gehören zu den Dingen, die bei erhöhter Dosis an Kraft verlieren. Für eine gute Kommunikation und für stabile Beziehungen gilt es, scharf zu unterscheiden, wann es angebracht ist, sich zu entschuldigen und wann nicht.

 

Hier ist die Bitte um Entschuldung oder Verzeihung goldrichtig:

 

· Wenn wir faktisch falsch gehandelt haben

· Wenn wir einen Schaden angerichtet haben

· Wenn wir mit unserem Verhalten andere verletzt haben

 

Eine aufrichtige Entschuldigung hat ihren Wert. Wird das Sich-entschuldigen inflationär verwendet, verliert mit der Zeit auch ein passendes «Es tut mir leid» an Bedeutung. Gebrauchen wir sie daher sorgsam, indem sie punktgenau da geäussert wird, wo sie hingehört und da weggelassen wird, wo sie nichts verloren hat.

Wofür es keine Entschuldigung braucht:
 

· Für unsere Gefühle

· Für die Gefühle anderer

· Für Tränen und Traurigkeit

· Für eine Auszeit

· Für unsere Meinung, Erfahrung und Stimmung

· Für ein Nein

· Für unsere Überzeugungen

· Für die Weise, wie wir unser Leben gestalten

· Für unsere Selbstfürsorge

· Für das Ausschlagen einer Einladung

· Für klärende Fragen

Sorry_edited.png

Dass sich gewisse Ansichten im Laufe des Lebens verändern, ist nichts Ungewöhnliches. Doch meine Auffassung von "Erfolg" hat sich mit den Jahren komplett gedreht.

 

Ging ich in jungen Jahren davon aus, dass erfolgreich ist, wer beruflich vorankommt, eine Familie, ein Haus mit Hund im Garten hat und sich viermal im Jahr schöne Ferien im Ausland leisten kann, sehe ich das heute ganz anders.

Heroes.jpeg

Meine Erfolgs-Helden von heute sind die Menschen, die den ganz normalen Wahnsinn des Alltags meistern und dabei auch noch gelassen lächeln. Diejenigen, die auch nach markanten Einschnitten ins Leben ihren Mut nicht verlieren, die nach dem Hinfallen wieder aufstehen, die ihre Zuversicht auch dann behalten, wenn es kaum mehr Anlass dazu gibt. Die positiv bleiben, auch wenn alles rund um sie herum ziemlich negativ aussieht. Die überzeugt sind, dass alles gut wird, auch wenn das Schlechte gerade überwiegt.

 

Und es sind die Menschen fernab eines roten Teppichs und jenseits des Rampenlichts. Es sind die Helden des Alltags wie Rettungs- und Pflegekräfte sowie Ärzte und Hebammen, Angehörige der Armee und Polizei, Arbeiter im Strassen-, Schienen- und Tunnelbau, der Stadtreinigung und Unterhalt, die ihre Arbeit zum Teil unter widrigsten Umständen auch dann tun, während der Rest der Bevölkerung ruhig schlummert.

 

Es sind alleinerziehende Mütter und Väter, die Dinge unter einen Hut bringen, von denen andere nicht mal wissen, dass es sie gibt. Es sind Eltern von kranken Kindern und Kinder von kranken Eltern, die viel Kraft und Energie darauf verwenden, ihre Liebsten zu pflegen.

 

Das sind meine waren Helden. Ihnen gehört mein ganzer Respekt und meine volle Hochachtung. Sie sind es auch, die mich in meiner Coaching- und Beratungsarbeit immer wieder zum Staunen bringen, weil sie stets nach Lösungen suchen, statt Probleme zu wälzen und weil sie viel schneller bereit sind, Limiten in ihrem Denken zu erkennen und zu überwinden.

 

Ich habe das Glück, dass das Glück bisher überwiegend auf meiner Seite war, selbst in Situationen, die unglücklich hätten verlaufen können. Um zu erkennen, dass das nicht selbstverständlich ist, reicht ein Blick nach links und rechts. Daher will ich heute DANKE sagen. Dem Leben und den Menschen, die ihren Alltag meistern, ohne zu jammern.

Heroes.jpeg
Können_edited.jpg

 

Gute Leistung = WOLLEN x KÖNNEN x DÜRFEN

Gute Leistung = WOLLEN x KÖNNEN x DÜRFEN.

 

Fehlt einer der Aspekte oder ist die Mischung nicht ausgewogen, geht die Rechnung nicht auf. Diese drei Faktoren bedingen und verstärken sich gegenseitig.

 

Menschen sind empfindsame Wesen und es braucht eine sehr feine Abstimmung, damit das WOLLEN mit dem KÖNNEN und DÜRFEN ein Feuerwerk an Kraft und Leidenschaft zündet, aus dem erst wirklich herausragende Ergebnisse entstehen können.

 

Wenn der Mensch nicht will, bringt es nichts, wenn er könnte oder sogar darf. Wenn er nicht darf, bringt es nur Frust, wenn er wollte und könnte. Und nicht alles, was er kann, muss er auch automatisch wollen.

 

Mit WOLLEN ist die innere Bereitschaft gemeint. Die intrinsische Motivation als innerer Antrieb für eine Sache, um sich selbst und anderen Bedürfnisse zu erfüllen. Das ist eine Frage der Ziele und der Haltung zu dem, was wir tun können, also die dadurch erzeugte Leistungsbereitschaft und das innere Engagement.

 

Mit KÖNNEN wird Talent, Wissen und Routine umschrieben, also nachweisbare Skills, Kenntnisse, Qualifikation, Know-how und Erfahrung. Das Potenzial für eine Aufgabe muss gegeben sein oder erworben werden können. Kann jemand seine Aufgabe im Sinne von Fähigkeit nicht erfüllen, leiden Motivation, Selbstvertrauen und schliesslich das Wollen.

 

Mit DÜRFEN ist das Überantworten eines expliziten Freiraums zum Tun gemeint. In diesem Freiraum kann durch Befugnisse, Rollen, Pflichten und Spielräume die beabsichtigte Leistung erbracht werden. Kompetente Mitarbeiter/innen benötigen die Freiheit, eigene Entscheidungen zu treffen und Ideen umzusetzen. Dies fördert Kreativität und Motivation.

Zu starke Restriktionen oder mangelndes Vertrauen in Menschen, von denen gute Leistung erwartet wird, wirken sich immer bremsend und auf Dauer demotivierend aus.

 

Dieser geniale Dreiklang funktioniert dann am besten, wenn Klarheit darüber besteht, wie WOLLEN, KÖNNEN und DÜRFEN überhaupt entstehen und was es dazu braucht, damit sie optimal miteinander in Verbindung kommen.

 

Diese Klärung mit veränderungsbereiten Firmen und Privaten zu vollziehen, ist das Kernthema meiner Arbeit. Es ist der schnellste und wirkungsvollste Hebel, den lösungssuchende Menschen ansetzen können, um dem Geheimnis ausserordentlicher Leistungen und individueller Bedürfniserfüllung auf die Spur zu kommen.

Die Pandemie schafft viel Trennendes. Sie hat aber auch etwas Verbindendes: Sie betrifft uns alle. Und darin liegt auch die grösste Chance, diese Aufgabe gemeinschaftlich zu lösen. Genau genommen, ist das der einzige Weg, dieser überwältigenden Herausforderung auf konstruktive Art zu begegnen und im Schlechten das Gute zu suchen, weil das immer auch da ist. 

 

Was wir dazu brauchen, ist ein Richtungswechsel im Denken, woraus sich ganz automatisch positive Gefühle und Handlungen ergeben. Wir haben vieles selbst in der Hand, um der Krise das Wüten, die Macht und den Schrecken zu nehmen. Und was lässt Menschen mehr zur Hochform auflaufen, als wenn sie erkennen und dann auch nutzen, dass sie alldem nicht hilflos und ohnmächtig ausgeliefert sind.

 

Die Bedingung oder der Preis dafür ist, gewisse Denk- und Verhaltensweisen aufzugeben, resp. sie durch andere, positive und nützliche zu ersetzen. Denn…
 
… wie Spaltung geht, wissen wir jetzt.  Nun ist es Zeit für Zusammenhalt.
… wie Hass geht, wissen wir jetzt. Nun ist es Zeit für Verständnis!
… wie Verzweiflung geht, wissen wir jetzt. Nun ist es Zeit für Aufbruch!
… wie Polarisierung geht, wissen wir jetzt. Nun ist es Zeit für Einklang!
… wie Eskalation geht, wissen wir jetzt. Nun ist es Zeit für Entspannung!
… wie Rechthaberei geht, wissen wir jetzt. Nun ist es Zeit für Empathie!
… wie Kämpfen geht, wissen wir jetzt. Nun ist es Zeit zum Loslassen!
… wie Lagerbildung geht, wissen wir jetzt. Nun ist es Zeit für Teamwork!
… wie Aufwiegeln geht, wissen wir jetzt. Nun ist es Zeit für Beruhigung!
… wie Trennung geht, wissen wir jetzt. Nun ist es Zeit für Verbindung!
… wie Beschimpfung geht, wissen wir jetzt. Nun ist es Zeit für Respekt!
… wie Egoismus geht, wissen wir jetzt. Nun ist es Zeit für den WIR-Gedanken!
… wie Polemik geht, wissen wir jetzt Nun ist es Zeit für den achtsamen Dialog!
… wie Werte-Erosion geht, wissen wir jetzt. Nun ist es Zeit für Aufbau!
… wie Ausgrenzung geht, wissen wir jetzt. Nun ist es Zeit für Inklusion!
… wie Resignation geht, wissen wir jetzt. Nun ist es Zeit für Zuversicht!
… wie Angst geht, wissen wir jetzt. Nun ist es Zeit für Liebe!
 
Keine Frage, die Pandemie hat eine enorme Macht und nichts davon will ich klein reden. Doch die Menschheit in ihrer Gesamtheit könnte sich verbünden und mit einem wirkungsvollen Schulterschluss einen noch viel grösseren Einfluss nehmen, um diese Herausforderung gemeinsam zu schaffen. Ich glaube immer an die enormen Möglichkeiten, die Menschen gemeinsam alle Grenzen überwinden und zusammen Grossartiges vollbringen lassen.
 
Krisen und Katastrophen bringen das Schlechteste und das Beste in Menschen zum Vorschein. Entscheiden wir uns doch gemeinsam für das BESTE. Damit kreieren wir die bestmöglichen Bedingungen, um gut und gemeinsam durch die Krise zu kommen.

 

Richtung_edited.jpg